La Gradiva

La Gradiva

Regie: Marine Atlan
Land: Frankreich, Italien

2026 | 145 min. | Französisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
FSK 12

Darsteller*innen_ Antonia Buresi, Colas Quignard, Suzanne Gerin, Mitia Capellier-Audat, Rouge Isaac Drehbuch_ Marine Atlan, Anne Brouillet Kamera_ Pierre Mazoyer, Marine Atlan Produzent*in_ Inès Daïen Dasi Rechte_ Grandfilm

Marine Atlans emotional packendes und wunderschön fotografiertes Liebesdrama über eine schicksalhafte Klassenfahrt, die das Leben aller Beteiligten für immer verändern wird. Eines der herausragenden Debüts der jüngeren Vergangenheit.

Eine französische Schulklasse macht mit der engagierten Lateinlehrerin Madame Mercier eine Klassenfahrt nach Pompeji. Schon auf der Zugfahrt beobachten Toni und Suzanne, wie ihre Freunde James und Angela in einem Abteil Sex haben. Und es reichen diese allerersten Bilder der Geschichte, um das kaum stillbare Begehren, aber auch die tiefen Ängste ihrer Figuren spürbar zu machen. Wir werfen einen tiefen Blick in die Seelen dieser Jugendlichen. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht dabei Toni: unglücklich verliebt in James, verstrickt in einen Dauerkonflikt mit der Lehrerin und durch seine, wie er denkt, aristokratische Familiengeschichte eng verbunden mit der Region um Neapel. Doch wie schön auch immer das goldene Licht Süditaliens sein mag – hier verbergen sich düstere Geheimnisse.

Dieser überwältigende Film gehört zu den besten Debüts der vergangenen Jahre. Er hat uns an Charlotte Wells’ ›Aftersun‹ erinnert, der für Paul Mescal ebenso der große Durchbruch war, wie ›La Gradiva‹ es für den fantastischen Colas Quignard (einen der Anwärter auf unseren Young Actors Award) sein könnte. Ob Marine Atlans Drama die Ewigkeit überdauern wird wie die Wandmalereien in Pompeji, von denen es handelt? Möglich wäre es.

Screenings