Haruhara-san's Recorder

Haruharasan no uta

Regie: Kyoshi Sugita
Land: Japan

Deutschlandpremiere
2021 | 120 min. | Japanisch
Untertitel: Englisch, Deutsch

Darsteller*innen_ Chika Araki, Minako Niibe, Takenori Kaneko, Saho Ito Drehbuch_ Kyoshi Sugita Kamera_ Yukiko Iioka Produzent*in_ Jun Higeno Rechte_ Iha Films

Formal kompromisslos und emotional feinfühlig: eine filmische Meditation über Verlust und Trauer in der Vorstadt Tokios.

Drehbuchautor und Regisseur Kyoshi Sugita ließ sich von einem Tanka, einem Kurzgedicht der japanischen Dichterin Naoko Higashi, inspirieren und schuf dabei seine eigene Filmlyrik. Einen traditionellen Plot gibt es nicht, stattdessen eine offene, elliptische Erzählweise, einen Strom von flüchtigen Momenten aus dem Leben Sachis, einer jungen Frau, die nach dem Tod ihrer Partnerin einen Neustart wagt. Sie nimmt einen Job in einem Café an und bezieht eine Wohnung am Rande Tokios. Mit großer Ruhe und Diskretion beobachtet die Kamera, wie Sachi ihren Alltag trotz des Verlustes der Geliebten zu meistern sucht. Sanft und leise klingt die Vergänglichkeit menschlichen Lebens als Thema an, alles Dramatische bleibt dabei rigoros ausgespart, im scheinbar Beiläufigen findet der Film Poesie. Dem Tanka ähnlich, beschwört er den Augenblick und lädt mit seinem entschleunigten Erzählrhythmus zur Kontemplation ein.

Regie

Kiyoshi Sugita, 1977 in Tokio, Japan geboren, lernte das Filmemachen als Assistent von Regie-Größen wie Kiyoshi Kurosawa, Makoto Shinozaki oder Shinji Aoyama. Er debütierte 2011 mit ›A Song I Remember‹, gefolgt von ›Listen to Light‹ (2017) und ist Gewinner des Internationalen Wettbewerbs des FID Marseille.

Screenings

  • Freitag 12.11.202115:15MannheimMAAtlantis
  • Dienstag 16.11.202117:00HeidelbergHDLuxor 2 (Red)
  • Mittwoch 17.11.202120:30MannheimMACinema Quadrat
  • Samstag 20.11.202115:45HeidelbergHDGloria