MMP 2010

News No. 2

DIGITALER VERLEIH UND ARTHOUSE - ZWEI VERANSTALTUNGEN BEIM MANNHEIM MEETING PLACE 2010 (18. UND 19. NOVEMBER)
Zwei Veranstaltungen zum Thema "Film digital" sind geplant für den MANNHEIM MEETING PLACE 2010:
Digitaler Kinoverleih steht heutzutage immer mehr im Fokus der Filmindustrie - zusätzlich hat 3D das Thema auch beim Publikum allgemein bekannt gemacht.
Und auch VOD (Video-on-Demand) entwickelt sich stetig weiter, da immer mehr Websites die Kunst meistern, im Internet Filme bereitzustellen, um die breite Öffentlichkeit mit dieser neuen käuflichen Technologie zu versorgen.
Wie können diese Entwicklungen zum Erfolg von Arthouse-Filmverleih beitragen?
Als Musterbeispiel wird uns ein "typischer" Arthouse-Film dienen, der von hoher Qualität aber eher niedrigem Potenzial für eine nationale Kampagne ist. Wir werden die Tücken und Möglichkeiten näher unter die Lupe nehmen, die entstehen, wenn man solch ein Werk durch modernen digitalen Verleih ans Publikum bringt.
Stehen gute Arthouse-Filme, die keine Sundance-Attraktivität besitzen, einer düsteren Zukunft gegenüber, die sie in eine Sackgasse von aufstrebenden VOD-Internetseiten führt, welche von digitalen Kultur-Fernsehkanälen betrieben werden - die so staatlichen Sendern dabei helfen, ihr vorgeschriebenes "Soll" an kulturellen Beiträgen zu "erfüllen"?
Bieten VOD-Seiten, die von Kinoverleihern für ihre eigenen Filme betrieben werden, Markenpotenzial für Newcomer?
Und wenn ein Filmrechtehändler oder Produzent erst einmal auf die VOD-Plattform gekommen ist, was kann er dann tun, um sicherzustellen, dass an dieser Stelle das Potenzial für sein "Produkt" maximal ausgeschöpft wird?
Was kostet es tatsächlich, einen VOD-Kanal einzurichten und zu betreiben?
Wie entscheidet man sich als Filmrechtehändler oder Produzent für einen Anbieter und was kann man als Ausgleich erwarten?
MMP "Resident" Experte Matthias Bürcher aus der Schweiz wird - mit der Unterstützung einer Reihe von Gästen, die sich auf Arthouse-VOD spezialisiert haben - einige dieser Fragen beantworten.
Worüber sollte der Anbieter eines VOD-Films Bescheid wissen?
Was für rechtliche Schwierigkeiten bestehen noch immer für Produzenten in der Filmlandschaft Europas?
Bei der Veranstaltung am Donnerstag, den 18. November werden unter anderem Antworten auf solcherlei Fragen gegeben. Es gibt Wege, das Dilemma von Kampagnen in den nationalen Kinos zu vermeiden, welches für die Chancenlosigkeit vieler guter Arthouse-Filme in der ganzen Welt verantwortlich ist, und trotzdem in den Kinos präsent zu sein.
Ulf Berggren aus Schweden, der in den letzten 15 Jahren zuerst videogestützte und dann digitale Kinos betrieben hat, wird am Freitag, den 19. November beim Ausschuss "Digitalverleih und Arthouse" einen Vortrag zu diesem Thema sowie über relevante Ersatzmöglichkeiten von Verleih in 2K-Auflösung halten-
Andreas Niemand, Filmverleiher von Filmlichter in Deutschland (www.filmlichter.de), hat eine besondere Position inne: Einerseits leitet er nationale Werbefeldzüge für sein Unternehmen und als Marketingagent auch für andere Verleiher. Andererseits kümmert er sich gleichzeitig um technische sowie andere Aspekte von "Europe's Finest", die von MEDIA unterstützte, digitale Vertriebsplattform für die besten europäischen Filme, welche im Gegensatz zu einem traditionellen Verleih einen "Direct-to-Cinema" Service bietet. "Direct-to-Cinema" Digitalverleih - Methoden, die effektiv traditionelle nationale Kampagnen umgehen, die von Produzenten und Verkaufsorganisationen angewendet werden können - breiten sich immer mehr aus und wir werden aktuelle Beispiele vorstellen.

Alan Moss wird bei beiden Veranstaltungen Anmerkungen zum rechtlichen Kontext machen und unter den Gastsprechern werden sich Experten befinden, die gegenwärtige Kosten und technische Trends erläutern.

Derzeit (Mitte Oktober) werden noch weitere Redner für die VOD- sowie die Digitalverleih-Veranstaltung eingeladen, aber die zentralen Fragen sind eindeutig:
Was für Chancen bergen moderne Verleihmöglichkeiten für den Arthouse-Film und wo sind die empfindlichen Stellen, die Produzenten und Filmrechtehändler nutzen können, um für sich optimale Präsenz zu garantieren?

Wir sehen uns am 18. und 19. November in Mannheim

Julek Kedzierski
Koordinator
MANNHEIM MEETING PLACE