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We are the Others

Psychologischer Krimi
109 Min., Kanada

Ein erfolgreicher Star-Architekt ist verschwunden und weil seine Frau nicht weiß, ob er sie nun in Wahrheit verlassen hat oder ob ihm etwas Schreckliches zugestoßen ist, engagiert sie einen Schadenssachverständigen, der sich auf die detektivische Suche nach Spuren ihres Mannes machen soll. Gleichzeitig soll ein junger Mann im Architekturbüro dessen Projekte übernehmen. Alle Beteiligten begeben sich ungewollt in einen Prozess der Selbstanalyse, ohne gleich zu bemerken, dass sie ihre gesamte Existenz in Frage stellen. Wie viel opfern wir von uns selbst, um anderen zu gefallen oder eine wie immer geartete Karriere zu beginnen? Mysteriöse Dinge geschehen und es stellt sich heraus, dass eine Untersuchung der Fakten immer im Kopf beginnen muss und einen philosophischen Kern hat. Poetischer Realismus bricht sich Bahn und sämtliche auf den ersten Blick so schlichte Wahrheiten bekommen immer neue, auch visuelle Dimensionen. Schließlich sind das „Verschwinden“ und das „Erscheinen“ zwei der Urrätsel des Kinos. Das Gute am Leben ist eben, dass wir uns immer als die „Anderen“ fühlen können. Ein ganz besonders beeindruckender psychologischer Krimi beginnt da, wo die anderen längst aufgehört haben weiterzusuchen. Wer hat’s am Ende „getan“, wenn nicht wir? (JS)

MANNHEIM
Donnerstag, 15. November, 21:00 Uhr, Kino im Stadthaus II
Samstag, 17. November, 21:30 Uhr, Kino Atlantis
Sonntag, 18. November, 16:00 Uhr, Kino im Stadthaus I
HEIDELBERG
Freitag, 16. November 22:00 Uhr, Kino I
Sonntag, 18. November, 21:00 Uhr, Kino II

FSK: ab 18 Jahre, da keine FSK

Jean-François Asselin

schrieb und inszenierte mehrere Kurzfilme, die international ausgezeichnet wurden. In seinen Filmen geht es ihm laut eigener Aussage darum, „das was sonst nur allegorisch sein kann, in Bilder zu fassen, um unsere inneren Konflikte und die menschliche Existenz hervorzuheben“. „Nous sommes les autres“ (2017) ist sein Spielfilmdebüt.