Unwanted

T´padashtun

Alban ist ein sogenannter Problemjugendlicher. Ständig gerät er gewalttätig mit Klassenkameraden aneinander und macht Ärger in der Schule. Er lebt allein mit seiner Mutter Zana, die ihre Wurzeln im Kosovo weit hinter sich gelassen hat. Es gibt keine Verbindungen mehr zur alten Heimat. Doch irgendetwas gärt in ihr. Das spürt Alban, der eigentlich ein empfindsamer Junge ist. Als er eine junge Frau kennen lernt, die ebenfalls aus dem Kosovo stammt, spitzt sich die Sache zu. Ana stammt von Serben ab und Alban spürt, dass hinter der Ablehnung, die er von seiner Mutter sein Leben lang erfahren hat, ein Geheimnis lauert. Ausgerechnet Serben waren es, die die kosovarische Mutter im Balkankrieg gequält und missbraucht haben. „Ich wollte dich töten, aber jetzt liebe ich dich“, beichtet sie ihrem Sohn und so zeigt der Film, wie lange und wie komplex Verbrechen aus der Vergangenheit nachwirken. Für Alban fallen diese Enthüllungen gerade in eine Zeit, in der er um seine Identität kämpft. Bisher hat er sich doch als zutiefst niederländisch gefühlt. Nun brechen andere innere Widersprüche auf und er muss mit all den Mächten, die aus seinem Inneren an die Oberfläche drängen, Frieden schließen. Ein äußerst komplexes psychologisches Drama entfaltet sich. Die Jugoslawienkriege sind 20 Jahre her und deren Folgen in zahlreichen Filmen geschildert worden. Dieser Film beschäftigt sich mit dem Heilprozess der Wunden, wie er von der zweiten Generation gesehen wird.

International Newcomer / Wettbewerb 2017
85 Min. – Edon Rizvanolli | Kosovo – Niederlande
Originalsprache: Holländisch, Albanisch, Englisch
ab 18 Jahren, da keine FSK

Spielzeiten:
Mannheim:
Montag, 13. November, 17:30 Uhr, Kino Atlantis
Dienstag, 14. November, 20:00 Uhr, Kino im Stadthaus I
Donnerstag, 16. November, 16:00 Uhr, Kino im Stadthaus I

Heidelberg:
Samstag, 11. November, 13:00 Uhr, Kino II
Sonntag, 12. November, 16:00 Uhr, Kino I
Montag, 13. November, 22:00 Uhr, Kino I