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The Comet

Im gleißenden Licht von Wunsch und Wirklichkeit
72 Min., Norwegen

Gustav war acht Jahre alt und lag in dieser Nacht, in der der Komet kam, mit seinem Vater glücklich im Gras, den Sternenhimmel im Blick. Am nächsten Tag aber war sein Papa verschwunden. Und bis ins Erwachsenen-alter hinein kann Gustav sich das nur damit erklären, dass Außerirdische ihn in einer fliegenden Untertasse mitgenommen haben. Die Mutter hat nie mehr davon gesprochen, auch sie hat keine Erklärung. Nun ist Gustav 20, ein Komet nähert sich erneut der Erde und der junge Mann ist sich sicher, dass sein Vater jetzt zurückkommt. Verblüfft begreift man, welche lebenslange Gewalt ein Trauma haben kann. Eine großartige Parabel auf die unmenschliche Tragödie des plötzlichen Vaterverlustes in der Kindheit, erzählt wie ein Märchen unerklärbarer Ereignisse. Der wirkliche Vater ist natürlich logisch gesehen heute so kalt wie damals und am Ende wird Gustav souverän auf ihn verzichten und eine Frau und das Leben gewinnen. Wirklich großartig inszeniert, mit viel Bild und wenig Wort, dieser Debütfilm eines norwegischen Filmstudenten. Ein Film im gleißenden Licht von Wunsch und Wirklichkeit. (MK)

 MANNHEIM
Freitag, 16. November, 17:00 Uhr, Kino im Stadthaus II
Sonntag, 18. November, 21:30 Uhr, Kino Atlantis
Dienstag, 20. November, 18:15 Uhr, Kino im Stadthaus I
HEIDELBERG
Samstag, 17. November, 18:00 Uhr, Kino I
Montag, 19. November, 16:00 Uhr, Kino I

 FSK: ab 18 Jahre, da keine FSK

Bård Røssevold

(*1981) wuchs auf der Insel Valderøy an der Westküste von Norwegen auf, wo er früh seine Liebe zum Film entdeckte. Neben dem Studium der Medienwissen-schaften und Englischer Literatur, machte er einen Abschluss in Film- und Fernsehproduktion. Das 67. Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg präsentiert seinen ersten Spielfilm „Kometen“ (2017).