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Tazzeka

Von der Kunst der Küche und des Lebens
95 Min., Frankreich, Marokko

Wir sind in einem Dorf namens Tazzeka in Marokko. Hier erlernt Elias die Geheimnisse der traditionellen Kochkunst des Landes von seiner Großmutter, bei der er aufwächst. Ab und zu gibt es auch Gäste in dem Kiosk, in dem er kocht. Verblüfft erkennt er darunter einen Sternekoch aus Paris. Denn er kennt sie, die Helden in der Welt der Kochkunst. Sie faszinieren ihn. Das Kochen ist längst seine heimliche Leidenschaft und der Wunsch, ihr anderswo in den großen Städten nachgehen zu können, wird immer größer. Keineswegs aber will er einfach die Heimat verlassen und hinaus ins feindliche Leben in diesem wunderbaren Märchen aus Marokko. Denn die Heimat liegt ihm buchstäblich auf der Zunge. Trotzdem geht er. Ohne legale Aufenthaltserlaubnis und ständig in Geldnot, landet er in der großen Stadt Paris. Aber er hat auch dort eine Idee -– und einen Mäzen. Ein lebensbejahendes fröhliches Kinomärchen, das ganz besonders von der Sinnlichkeit der Kochkunst lebt. Die Leidenschaft für das Kulinarische durch die  Besonderheiten seines Landes haben schon den kleinen Jungen begleitet, wenn der Film beginnt. Großartig inszeniert und vor allem montiert, verliert dieser wunderbare Film auch im weiteren Verlauf nie die Lust an der farbenfrohen und lebendigen Attraktion der Zutaten und an der Lebenslust des Essens. Mit viel Freude und Freunden und sogar mit großer Liebe. Ein lebensbejahender fröhlicher Film zum aktuellen Thema von Heimat und Fremde und eine Hommage an die Kunst der Küche. (MK/JS)

MANNHEIM
Freitag, 16. November, 20:00 Uhr, Kino im Stadthaus I
Sonntag, 18. November, 19:00 Uhr, Kino im Stadthaus II
Donnerstag, 22. November, 14:00 Uhr, Kino im Stadthaus I
HEIDELBERG
Donnerstag, 15. November, 20:00 Uhr, Kino I
Samstag, 17. November, 19:00 Uhr, Kino II

FSK: ab 18 Jahre, da keine FSK

JEAN-PHILIPPE GAUD

studierte Filmschnitt an der La Fémis in Paris, Frankreichs nationaler Filmschule. Anschließend führte er bei ersten Kurzfilmen Regie und arbeitete als Cutter für diverse RegisseurInnen im Bereich Spiel- und Dokumentarfilm. Bei seinem Langspielfilmdebüt „Tazzeka“ (2018) war Gaud gleichzeitig als Regisseur, Drehbuchautor und Cutter tätig.