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Socrates

Ein Gedicht von der Wahrheit des Lebens am sozialen Rand
71 Min., Brasilien

Er ist erst 15 und seine Mutter stirbt und er muss sich durchschlagen am Stadtrand von São Paulo. Und weil er schwul ist, nützt es ihm wenig, dass er noch einen Vater hat. Wir geraten mitten hinein ins wirkliche Leben der Unterschicht von Brasilien, mit vollem Herzen realistisch. Aber die Poesie dieses Films ist so intensiv, dass sie alle Tristesse hinwegfegt. Die erstaunliche darstellerische Leistung des Hauptdarstellers, der ein Laie ist, prägt neben der allgemeinen Atmosphäre den Stils eines besonders authentischen, genuin brasilianischen „Cinéma vérité“. Es ist ein Film, der zwischen ergreifendem Melodram und engagierter Sozialreportage die ganze Wahrheit des Lebens am unteren sozialen Rand der Gesellschaft erfasst. Der Film ist ein von der UNICEF unterstütztes Projekt, bei dem sozial unterprivilegierte Jugendliche eine Chance bekamen, ihr Leben im kreativen Prozess einer Filmproduktion neu zu bewerten. Er wurde komplett von einer Gruppe von 15 bis 20-Jährigen unter Anleitung eines jungen brasilianisch-amerikanischen Regisseurs, dessen erster Film dies ist, hergestellt. (JS/MK)

MANNHEIM
Freitag, 16. November, 19:00 Uhr, Kino im Stadthaus II
Samstag, 17. November, 20:00 Uhr, Kino im Stadthaus I
HEIDELBERG
Donnerstag, 15. November, 21:00 Uhr, Kino II
Freitag, 16. November, 14:00 Uhr, Kino I
Samstag, 17. November, 16:00 Uhr, Kino I

FSK: ab 18 Jahre, da keine FSK

Alex Moratto 

Der brasilianisch-amerikanische Filmemacher Alex Moratto war unter anderem Preisträger des DGA Student Film Jury Award, den er für seine Abschlussarbeit verliehen bekam. Seine Kurzfilme „Nowhere to Be Found“ (2015), „The Parting“ (2012) und „The Other Side“ (2010) wurden auf diversen  internationalen Filmfestivals gezeigt und ausgezeichnet.