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Rona, Azim’s Mother

In der Halbwelt afghanischer Geflüchteter im Iran
89 Min., Afghanistan, Iran – mit deutschen & englischen Untertiteln

Azim ist mit seiner Familie aus Afghanistan in den Iran geflohen. Aber sie sind nicht zufrieden. Besonders Bruder Faroogh drängt auf die Fortsetzung der Flucht. Rasch ist die Reise arrangiert. Doch im letzten Moment will der Bruder ihre Mutter nicht nach Deutschland mitnehmen, trotz deren enger Bindung an die Enkelkinder. Azim findet heraus, dass seine Mutter dringend die Transplantation einer Niere benötigt, wenn sie nicht in zwei Monaten sterben soll, und sucht verzweifelt nach einem Spenderorgan. Doch obwohl im Iran der Handel mit Nieren blüht, ist es verboten, dass IranerInnen Nicht-IranerInnen eine Niere spenden. Azim selbst kommt als Spender nicht in Frage, weil er Diabetiker ist. Und so ist die Mutter auf das Organ des Bruders angewiesen. Während alle auf die Rückkehr Farooghs als möglichen Retter warten, erleben wir eine realistische Schilderung des Irans unserer Tage zwischen Halbwelt, afghanischer Flüchtlingssubkultur, harter Arbeitsatmosphäre in Dunkelheit und Dreck und endlosem Warten und Leiden auf Krankenhausfluren, aber auch authentische Liebe und Leidenschaft. Der Regisseur selbst ist afghanischer Geflüchteter im Iran und widmet schon seinen zweiten emotionalen und direkten Film mit vorzüglicher Charakterzeichnung diesem Thema. (JS/MK)

Spielzeiten – Mannheim
Donnerstag, 14. November, 18.00 Uhr, Kino im Stadthaus I
Freitag, 15. November, 21.00 Uhr, Kino im Stadthaus II
Montag, 18. November, 15.00 Uhr, Kino im Stadthaus II

 

Spielzeiten – Heidelberg
Freitag, 15. November 16.00 Uhr, Kino I
Samstag, 16. November, 19.00 Uhr, Kino II

FSK: ab 18 Jahre, da keine FSK

Jamshid Mahmoudi, 1983 in Afghanistan geboren, floh über Pakistan in den Iran, wo er aufwuchs. Sein erster Spielfilm „Chand Metre Moka’ab Eshgh” (2014) wurde beim 63. Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg gezeigt.