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Resin

Die Kraft der Musik und der Berge
90 Min., Italien

Die junge Cellistin Maria kehrt trotz großer Erfolge enttäuscht und zerknirscht von der gnadenlosen Musikindustrie in ihr kleines Dorf in den Alpen zurück. Dort lebt man wie eh und je und spricht noch „Zimbrisch“, einen althochdeutschen, fast ausgestorbenen Dialekt. Maria aber findet keine Idylle vor, eher viel Trauer über den tödlichen Traktorunfall ihres Bruders. Aber als ob die Natur dieser Bergkulisse ein Wörtchen mitzureden hätte, sorgt sie für Demut und Gelassenheit. Beiläufig schließt sich Maria mit ihren musikalischen Talenten dem örtlichen Männerchor an, der bisher eher ein maroder Haufen von Saufkumpanen ist. Aber ihr Gesang klingt so schön auf die Gasse hinaus. Und Schritt für Schritt baut die junge Frau den alten Gesangsverein zu einer modernen Sängergemeinschaft um. Sie macht dies gelassen und entspannt und doch erfolgreich, bis hin zur Teilnahme bei einem wichtigen Gesangswettbewerb. Waren es erneut die Berge, die dafür gesorgt haben, dass es so ganz anders ist als in den Städten bei der Musikindustrie? Dieser außergewöhnliche Film ist auch eine Meditation über die wichtigen Elemente des Lebens, auch über die schöne Nähe zum dörflichen Leben, zur Landschaft, zur Ökologie des Daseins. Und es ist ein Film, der von der Kraft der Musik schwärmt, die alles zu heilen versteht. (MK/JS)

MANNHEIM
Sonntag, 18. November, 17:30 Uhr, Kino Atlantis
Montag, 19. November, 21:00 Uhr, Kino im Stadthaus II
Mittwoch, 21. November, 14:00 Uhr, Kino im Stadthaus I
HEIDEBERG
Dienstag, 20. November, 20:00 Uhr, Kino I
Mittwoch, 21. November, 22:00 Uhr, Kino I

FSK: ab 18 Jahre, da keine FSK

Renzo Carbonera 

realisierte insgesamt neun Dokumentarfilme, die alle international gezeigt wurden. Sein Kurzfilm „Hemingway’s Pen“ (2011) feierte bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig seine Premiere. Mit „Resina“ (2017), von einer wahren Geschichte inspiriert, präsentiert Carbonera sein Speilfilmdebüt.