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Magali

Fremdheit und Nähe am Fuße der Anden
81 Min., Argentinien – mit deutschen & englischen Untertiteln

Magali kehrt in den steinigen Landstrich im Norden Argentiniens am Fuß der Anden zurück, von dem sie stammt. Sie hat neben der Trauer um den Tod ihrer Mutter noch einen besonderen Grund dazu. Für die Arbeit in Buenos Aires hatte sie ihren Sohn bei der Großmutter zurückgelassen. Felix ist nun zehn Jahre alt und vollkommen in die dörfliche Gemeinschaft integriert, für die Magali eine Fremde ist. Ihr Sohn aber hat hier einen gewissen akzeptierten Status erreicht. Die Mutter hingegen ist ihm äußerst fremd, auch weil sie neben allem anderen mit Schuldgefühlen zu kämpfen hat. So wirkt es fast wie ein Göttergeschenk, dass dem Dorf eine besondere Bewährung bevorsteht, weil ein Berglöwe (Puma) die Lamaherde heimsucht. Alle Hoffnungen setzten die BewohnerInnen in ein Ritual zur Besänftigung des Tieres, dessen Vollzug bisher zu den Aufgaben der verstorbenen Mutter gehört hat. Nun fällt Magali diese schamanische Aufgabe zu. Doch nur mit Felix gemeinsam kann sie es schaffen, wozu Magali sich zu ihren natürlichen Wurzeln bekennen und eine neue gemeinsame Basis mit ihrem Sohn finden muss. In der Seelenlandschaft der kargen Steinwüste finden die beiden in einem Ritual zusammen, das den kultisch hochverehrten Berglöwen zum Partner macht, anstatt ihn als Feind zu jagen. (JS/MK)

Spielzeiten – Mannheim
Donnerstag, 14. November, 19.30 Uhr, Kino Atlantis
Freitag, 15. November, 17.00 Uhr, Kino im Stadthaus II
Sonntag, 17. November, 18.00 Uhr, Kino im Stadthaus I

 

Spielzeiten – Heidelberg
Samstag, 16. November, 21.00 Uhr, Kino II
Montag, 18. November, 14.00 Uhr, Kino I

FSK: ab 18 Jahre, da keine FSK

Juan Pablo Di Bitonto, 1973 in Buenos Aires, Argentinien geboren, war mit seinen Kurzfilmen auf vielen Festivals präsent und wurde mit ihnen ausgezeichnet. „Magalí“ ist sein erster langer Spielfilm.