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Giants and the Morning After

Wo die Welt noch in Ordnung ist
86 Min., Schweden

Wie lebt es sich in Schwedens kleinster Gemeinde Ydre mit nur 3.600 EinwohnerInnen? Auf den ersten Blick wirkt Ydre wie eine Zauberwelt, wenn sie zum ersten Mal aus dem sprichwörtlichen Nebel auftaucht, eingebettet in märchenhafte Wälder und Seen, in denen man auf Trolle und Zwerge zu treffen glaubt. Der Bürgermeister bringt jedem eben erst geborenen Neubürger höchstpersönlich ein kleines Geschenk vorbei. Denn leider sterben mehr BürgerInnen als hinzukommen. Aber traurig ist deshalb niemand. Im Gegenteil. Und auch die neuen afrikanischen EinwandererInnen werden freundlich gefragt, was sie sich vom Leben in Ydre erwarten. Im Supermarkt kann man nicht einkaufen gehen, ohne ständig jemanden begrüßen zu müssen, den man kennt. Und was bedeutet das? „Das Leben wäre schrecklich ohne Liebe“, sagt jemand. Denn es bedeutet: keine Angst vor Nähe. Zwischen alten Mythen und einem gut funktionierenden ländlichen Alltag zeichnet dieser essayistische Dokumentarfilm das Bild einer lebendigen und lebensfrohen Gemeinde, in der jeder noch einen Scherz für den anderen übrig hat. Wie unglaublich cineastisch ein Dokumentarfilm sein kann, wenn er auf die vermeintliche Macht erklärender Worte verzichtet und ganz auf seine Bilder vertraut! (MK/JS)

MANNHEIM
Dienstag, 20. November, 17:00 Uhr, Kino im Stadthaus II
Donnerstag, 22. November, 21:00 Uhr, Kino im Stadthaus II
Samstag, 24. November, 17:00 Uhr, Kino im Stadthaus I
HEIDELBERG
Mittwoch, 21. November, 21:00 Uhr, Kino II
Freitag, 23. November, 17:00 Uhr, Kino II

FSK: ab 18 Jahre, da keine FSK

Malla Grapengiesser,
Alexander Rynéus & Per Bifrost 

Das Trio Malla Grapengiesser, Alexander Rynéus und Per Bifrost arbeitet seit Frühjahr 2011 an gemeinsamen Filmprojekten. So haben sie unter anderem die Filme „The Home and the Cavity“ (2011) und „Autonomous“ (2014) realisiert. „Händelser I Ydre“ (2018) ist ihr erster gemeinsamer Film, bei dem erstmals alle drei Regie führten.