Escape from Patagonia

Fuga de la Patagonia

Der Entdecker und Naturforscher Francisco Moreno schrieb Ende des 19. Jahrhunderts im Stile eines Abenteuerromans der Zeit seine Erlebnisse bei den Mapuche-Indianern im Süden Chiles und Argentiniens auf. Darin entdeckten die Filmemacher gleich Kinoqualitäten. Bei einer kartographischen Expedition wird Moreno von den eigenwilligen Ureinwohnern Patagoniens, die sich lange gegen die Kolonisten zur Wehr gesetzt hatten und zeitweise sogar einen eigenen unabhängigen Staat besaßen, in der aufgeheizten Atmosphäre der Zeit der Spionage verdächtigt und zum Tode verurteilt. Unter abenteuerlichen Umständen kann er entkommen. Doch Häuptling Valentín Sayhueque sendet ihm seinen Sohn Francisco hinterher. Das ist die authentische Geschichte im Hintergrund dieses argentinischen Westerns, der nach allen Regeln der Kunst vorgeht. Um zu überleben, muss der Wissenschaftler in der Wildnis mit reißenden Flüssen, feindseligem Wald und weiter Tiefebene zurechtkommen. Zugleich rüstet die argentinische Armee zu einem Feldzug gegen die Indianer, der zu ungewöhnlichen Allianzen und Freundschaften führt. Da ist das Fangen von Fischen schon brandgefährlich. Man mag anfangs an Old Shatterhand und später an seinen indianischen Freund Winnetou und deren romantische Allianz denken. Jedenfalls feiert der Film ebenso den Einsatz für die Rechte der Eingeborenen und die Schönheit der oft feindseligen Natur. Als Zuschauer merkt man auch, dass der Film an Originalorten und mit Naturlicht gedreht wurde, also selbst ein nicht gering zu schätzendes Abenteuer war.

 

International Newcomer / Discoveries 2017
78 Min. – Francisco D’Eufemia und Javier Zevallos | Argentinien
Originalsprache: Spanisch
ab 18 Jahre, da keine FSK

Spielzeiten:
Mannheim:
Freitag, 10. November, 17:00 Uhr, Kino im Stadthaus II
Sonntag, 12. November, 21:30 Uhr, Kino Atlantis

Heidelberg:
Donnerstag, 09. November, 19:00 Uhr, Kino II
Samstag, 11. November, 15:00 Uhr, Kino II