El Pampero

„El Pampero“ nennt man in Argentinien einen besonders starken und gefährlichen Sturm. Ebenso kann man metaphorisch
 die größte Bewährungsprobe bezeichnen, der sich ein Mensch stellen muss: das Ende des eigenen Lebens ins Auge zu fassen. Der Held dieses Films packt sein Segelboot voll mit Vorräten für Monate und will sich im Angesicht einer tödlichen Krankheit aus dem Staub machen. Getreu der Hemingway-Devise „Ein Mann kann zerstört, aber nicht besiegt werden“ aus ‚Der alte Mann und das Meer‘ hat er den Paraná-Fluss gewählt, um dieses letzte Abenteuer zu bestehen. Doch wie beim Segeln gegen den Wind, kann er sein Ziel nicht direkt ansteuern. Eine blinde Passagierin befindet sich versteckt auf seinem Boot und ein zwielichtiger Polizist kreuzt deren Weg. Dem „Pampero“ seines Lebens kann er trotzdem nicht ausweichen und auch dem echten Sturm nicht, der irgendwann in der Geschichte zu blasen beginnt. Die junge Frau wird verfolgt, wegen eines Verbrechens, von dem sie sagt, sie habe es nicht begangen und zwischen den beiden Männern bahnt sich ihretwegen ein archaisches Rivalitätsdrama an. Auch die Probleme mit seinem Sohn kann er neben vielen anderen nicht direkt, sondern nur mittels seiner Segelabenteuer in einer ebenso schönen wie feindseligen Natur angehen. Was anfangs wie ein sich entwickelnder Thriller anmutet, wird mehr und mehr zu einem vielschichtigen psychologischen Melodrama, bei dem dieses Segelboot im Sturm zu einer Bühne der Eitelkeiten und dem Abenteuer der Selbstbespiegelung wird.

International Newcomer / Wettbewerb 2017 
77 Min. – Matías Lucchesi | Argentinien – Uruguay – Frankreich 2017
Originalsprache: Spanisch
ab 18 Jahre, da keine FSK

Spielzeiten:
Mannheim:
Freitag, 10. November. 18:00 Uhr, Kino im Stadthaus I
Samstag, 11. November. 16:00 Uhr, Kino im Stadthaus I
Sonntag, 12. November. 19:30 Uhr, Kino Atlantis

Heidelberg:
Samstag, 11. November. 20:00 Uhr, Kino I
Montag, 13. November. 17:00 Uhr, Kino II
Dienstag, 14. November. 11:00 Uhr, Kino I