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Der nackte König – 18 Fragmente über Revolution

Ein Essay über Revolution,  erzählt von Bruno Ganz
108 Min., Deutschland, Schweiz, Polen — ohne Untertitel 

Sondervorführung

Vor 40 Jahren war er als junger Kriegsreporter dabei beim Aufstand von Solidarność in Polen und der Absetzung des Schahs in Persien, dem Beginn der islamischen Revolution des Iran. Als Regisseur kehrt er zurück und redet mit den Menschen über das, was davon geblieben ist. Dabei entsteht ein faszinierender, dokumentarischer Essay über Glück und Unglück von Revolutionen. Waren diese Aufbruchsstimmungen, diese Revolutionen, allein das bald verblassende Zwinkern eines Augenblicks? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich der essayistische Dokumentarfilm in einer poetischen Montage aus atmosphärischen Aufnahmen, historischen Dokumenten, Interviewfragmenten und Musikakzenten. Einen besonderen Schwerpunkt setzt die durch den Film führende literarische Erzählung mit der Stimme von Bruno Ganz, die die Emotionen, Stimmungen und Märchen der Revolution artikuliert. Ist Revolution nicht ohnehin nur eine Phantasie fernab jeder Wirklichkeit, die am bald folgenden Realitätstest doch stets zerbrechen muss? Da ist die Nacktheit des Kaisers oder Königs ohne Kleider nur eine der ewigen illustrierenden Legenden in diesem ebenso sinnlichen wie klugen Essayfilm voller aufrüttelnder, aber auch meditativ nachdenklich stimmender Bilder. (JS/MK)

Spielzeiten – Mannheim
Donnerstag, 14. November, 22.00 Uhr, Kino im Stadthaus I
Freitag, 15. November, 19.30 Uhr, Kino Atlantis
Sonntag, 17. November, 14.00 Uhr, Kino im Stadthaus I

 

Spielzeiten – Heidelberg
Samstag, 16. November, 22.00 Uhr, Kino I
Montag, 18. November, 18.00 Uhr, Kino I

FSK: ab 18 Jahre, da keine FSK

Andreas Hoessli studierte Sozial- und Wirtschaftsgeschichte in Zürich und Paris. Seit 1987 realisiert er als freier Filmautor Dokumentarfilme und Reportagen für Kino und Fernsehen.