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Cowboy Camembert

Mutter, Tochter und ein Schamane im Indianerland
80 Min., Frankreich

Auf einer Reise quer durch Kanada nehmen Mutter und Tochter vom Ehemann/Vater Abschied und lernen durch den einheimischen „schrägen Vogel“ Jacques, der zu ihnen stößt, Land und Leute kennen. Tochter Candy, die als Fotografin einen besonderen Blick auf die Landschaft und deren Ästhetik hat, trägt während der Reise fortwährend ihre Konflikte mit Mutter Gisèle aus. Im Land der IndianerInnen und der wilden Kunst kommen manche Geheimnisse insbesondere des indianischen Begleiters, dessen Großvater in der Normandie gestorben und in Dieppe, wo die beiden Damen herkommen, begraben ist. Er ist außerdem Schauspieler und kennt sich bestens mit dem Werk des deutschen Romantikers Caspar David Friedrich aus und enttarnt sich schließlich als schamanistisch gebildet … Bei soviel Nuancen einer einzigen Figur geraten die bizarren Eigenschaften der beiden streitbaren Frauen durchaus nicht in den Hintergrund in dieser Komödie mit tragischen Untertönen und frischer ursprünglicher Road Movie-Stimmung: Etwas Besseres als den Tod finden diese Hauptfiguren überall und das weite Land des wilden kanadischen Westens ist schließlich eine der schönsten Spielflächen für die sprichwörtliche Selbstfindung, die sich selbstredend auf jeden Zuschauer überträgt. (JS)

MANNHEIM
Samstag, 17. November, 17:30 Uhr, Kino Atlantis
Montag, 19. November, 22:15 Uhr, Kino im Stadthaus I
Sonntag, 25. November, 21:30 Uhr, Kino Atlantis
HEIDELBERG
Sonntag, 18. November, 20:15 Uhr, Kino I
Dienstag, 20. November, 17:00 Uhr, Kino II

FSK: ab 18 Jahre, da keine FSK

Cedric Tanguy und Nicolas Bellenchombre

„Cowboy Camembert“ (2017) ist das gemeinsame Filmprojekt der beiden Regisseure Cédric Tanguy und Nicolas Bellenchombre. Tanguy absolvierte ein Kunststudium an der École supérieur des beaux-arts de Nantes Métropole und ist seither als multidisziplinärer Künstler tätig. Bellenchombre gründete 2007 das Indy Film Festival, heute als Canadian Film Festival bekannt.