>

April in Autumn

Liebesgeschichten im Herbst
94 Min., Kanada

Eine junge Frau kehrt nach langer Abwesenheit zurück ins Haus der Eltern. Sie will ihren Platz in der Familie wiederfinden und sich zusammen mit ihrer Schwester um ihre gemeinsame Mutter kümmern. Dabei gräbt sie – in Gedanken und tatsächlich – eine Blechkiste mit alten Briefen aus, die einige Familiengeheimnisse verraten. Jedenfalls hofft sie das. Denn es geht um das Leben in diesem Film, um das Leben und die Liebe und die Zeit. Aber nur die Liebe ihrer Schwester zur Musik des Komponisten Erik Satie, über den sie forscht, scheint sicher. Alles andere wirkt wie vergraben und geheimnisvoll. Da gibt es einen Obdachlosen, der wie ein Wiedergänger Saties wirkt und auch noch Erik heißt und zum guten Geist der Familie wird – und vielleicht auch mit der romantischen Vergangenheit der Mutter in Beziehung steht. Jede der drei Frauen hat etwas zu verbergen und so läuft alles auf die glücklichen Fügungen bei der finalen Geburtstagsfeier zu, die auch eine Feier des Lebens und der Liebe ist wie der ganze Film, der sich mühelos in die Tradition des französischen Kinos der 1970er Jahre einordnet: „Kino, das ist schöne Frauen schöne Dinge tun lassen“ (François Truffaut). Wozu auch hintersinnige Dialoge und schöne Dialoge zählen. (JS/MK)

MANNHEIM
Freitag, 23. November, 19:00 Uhr, Kino im Stadthaus II
Samstag, 24. November, 19:30 Uhr, Kino Atlantis
Sonntag, 25. November, 20:00 Uhr, Kino im Stadthaus I
HEIDELBERG
Donnerstag, 22. November, 17:00 Uhr, Kino II
Samstag, 24. November, 13:00 Uhr, Kino II

FSK: ab 18 Jahre, da keine FSK

Warren Sulatycky

Der multidisziplinär schaffende Regisseur Warren Sulatycky studierte visuelle Kunst und Fotografie in New York, absolvierte ein Studium an der National Theatre School of Canada und hält Vorlesungen in englischer Literatur. Auf dem Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg ist er mit seinem Debütfilm „April in Autumn“ (2018) vertreten.