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02.11.2016

 

Die Newcomer Regisseure/innen des Wettbewerbs 
des 65. Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg


Mannheim-Heidelberg, den 2.11.2016 — Der dänische Regisseur Thomas Vinterberg, Lou Ye aus China, Jim Jarmusch, der polnische Großmeister Krzysztof Kieslowski, Atom Egoyan und auch der britisch-iranische Filmregisseur Rafi Pitts – sie alle waren mit ihren Filmen auf dem Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg vertreten und haben eine Weltkarriere gemacht. Doch wer sind die bedeutenden Regisseure von Morgen? Dieser Frage geht Dr. Michael Kötz als Festivaldirektor nun seit 25 Jahren nach. Wir stellen Ihnen die Filmemacher des Wettbewerb Programms vor. 

„Es gibt sie, diese kritischen, kreativen Köpfe der Filmkunst“, so Festivaldirektor Dr. Michael Kötz. „Gerade in den kleinen Filmländern erheben sie ihre Stimme und erzählen spannende, berührende Geschichten aus ihrer Welt, die sie uns – und dem Publikum – damit nahe bringen. Wir haben ihre Filme gesichtet und mit Freude erwarten wir ihren Besuch und die Diskussion auf dem 65. Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg.“

 

LOST IN ARMENIA / Frankreich (Eröffnungsfilm) 

Serge Avedikian wurde 1955 in Eriwan, Armenien geboren. Nach seinem Studium am Conservatoire Marcel Dupré in Meudon, Frankreich zog es ihn 1971 in die Hauptstadt, wo er für das Conservatoire de Paris arbeitete. 1976 begann er seine Schauspielkarriere. Zeitgleich gründete er ein Theaterensemble und zwölf Jahre später seine eigene Produktionsfirma. 2016 verwirklichte er seinen zweiten Spielfilm „Celui qu’on attendait“


27 TIMES TIME / Belgien 

Annick Ghijzelings 
geboren 1965 in Belgien, studierte sie zunächst Philosophie. Nach ihrem Studium veröffentlichte sie einige Essays und Erzählungen; darunter die Geschichte „Le Jardin“, welche sie 2003 verfilmte. Ihre literarischen wie auch filmischen Werke beschäftigen sich mit der Unbeständigkeit von Dingen und mit dem Wunsch, die Zeit einmal stillstehen zu lassen. 

ANOTHER TIME / Iran 

Nahid Hassanzadeh
 wurde 1974 in Mianeh, Iran geboren. 1998 lernte sie zunächst den Beruf der Hebamme an der University of Tehran. Danach studierte sie Film bei der Iranian Young Cinema Society. Die Arbeit als Hebamme beeinflusst sie in der Themenwahl ihrer Filme. Hassanzadeh möchte auf das Konfliktpotential zwischen Frauen und der patriarchalischen Gesellschaft aufmerksam machen. 


BREATHING UNDER THE SEA / Frankreich 

Marine Place
, 1972 im französischen Douai geboren, studierte sie Film an der Université Lille-Nord-de-France. 1995 wurde ihr erster Kurzfilm „Rebonds“ beim Festival de Cannes in der Sektion ,Cinéma en France‘ gezeigt. Zudem führte Place bei mehreren Dokumentarfilmen Regie, so zum Beispiel bei „Les choix de Valentin“ (2009). Mit „Souffler plus fort que la mer“ (2016) präsentiert sie ihr Spielfilmdebüt. 


CALICO SKIES / USA 

Der in Rom geborene Valerio Esposito war als Schauspieler tätig, bevor er mit 20 Jahren erkannte, dass er lieber hinter der Kamera steht. Nachdem er an Filmprojekten in Italien und seit 2008 auch in Los Angeles teilgenommen hatte, entschied er sich in Kalifornien zu bleiben und Film- und TV-Produktion an der University of Southern California zu studieren. Der Spielfilm „Calico Skies“ (2015) ist sein Regiedebüt.


HOW MOST THINGS WORK / Argentinien 

Fernando Salem
 wurde 1976 in Buenos Aires, Argentinien geboren. Er schloss dort sein Studium als Filmemacher an der Filmhochschule ENERC ab. „Trilizas Propaganda!“ erhielt 2007 den ‚Condor de Plaza Prize‘ für den besten argentinischen Kurzfilm. Daraufhin wurde dieser auf über 20 Festivals präsentiert, unter anderem auf der Biennale di Venezia. 


IN VIEW / Irland 

Drehbuchautor und Regisseur Ciaran Creagh wurde 1965 in Dublin, Irland geboren. Er verfasste das Skript des Spielfilms „Parked“ (2010), welcher 2011 auf dem 60. Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg den ‚Großen Preis von Mannheim-Heidelberg‘ gewann. Der Film „In View“ (2016) ist sein erster eigener Spielfilm. 


KOBLIC / Argentinien 

Sebastián Borensztein
, 1963 im argentinischen Buenos Aires geboren, studierte er Kommunikationswissenschaft an der Universidad de El Salvador. Sein Spielfilm „Un cuento chino“ (2011) brach in Argentinien sämtliche Verkaufsrekorde. Beim 60. Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg wurde er mit dem Publikumspreis‘ sowie dem ,Spezialpreis in memoriam Rainer Werner Fassbinder‘ ausgezeichnet. 


LOVE AND OTHER CATASTROPHES / Dänemark 

Die Dänin Sofie Stougaard ist in ihrem Heimatland vor allem als Schauspielerin bekannt. Nach ihrem Abschluss 1991 an der Danske Scene Kunst Skole in Kopenhagen trat sie in Theaterstücken, Filmen und TV-Serien wie „Lang fra Las Vegas“ (2001-2003) auf. Seit 2003 widmet sie sich neben der Schauspielerei auch der Regieführung. „Kærlighed og andre Katastrofer“ (2016) ist ihr erster Spielfilm. 


MOON DOGS / Irland 

Philip John
 wurde in Newport, Großbritannien geboren. Dort schloss er auch sein Filmstudium an der University of South Wales ab. Nachdem er weitreichende Erfahrungen in der Regieführung bei erfolgreichen Serien wie „Being Human“ (2011-2013) und „Downton Abbey“ (2013-2015) gesammelt hatte, verwirklichte er nun seinen ersten Spielfilm „Moon Dogs“ (2016). 


REYKJAVIK / Island 

Ásgrímur Sverrisson
 wurde 1964 in Hafnarfjörður, Island geboren. Bereits als Jugendlicher wurde er für seine Kurzfilme ausgezeichnet. Dementsprechend entschied er sich für ein Studium an der National Film and Television School in England, das er 1994 abschloss. Sverrisson führte sowohl bei Musikvideos als auch bei Dokumentar- und Spielfilmen Regie. „Reykjavik“ (2016) ist sein zweiter Spielfilm. 


THE DARK WIND / Irak / Deutschland 

Hussein Hassan
, in Kurdistan geboren, ist nicht nur Regisseur und Drehbuchautor, sondern auch ein leidenschaftlicher Schauspieler. Der Langfilm „Mardan“ (2014) von Batin Ghobadi, in dem Hassan eine der Hauptrollen spielte, wurde 2014 offiziell von seinem Heimatland für den Oscar als ‚Best Foreign Film‘ vorgeschlagen. 


THE NEST OF THE TURTLEDOVE / Ukraine 

Der gebürtige Ukrainer Taras Tkachenko studierte Philologie an der Taras Shevchenko National University in seiner Heimatstadt Kiev Film und Fernsehen am State Institute of Theatrical Art, ebenfalls in Kiev. „Gnizdo Gorlytsi“ (2016) ist sein zweiter Spielfilm, bei dem er nicht nur Regie führte, sondern erstmals auch das Drehbuch schrieb. 


THE POLAR BOY / Estland 

Seit ihrem Einstieg in die Filmbranche im Jahr 2001 schreibt die Estländerin Anu Aun nicht nur Drehbücher, sondern führt auch Regie bei Kurz- und Dokumentarfilmen. Ihr Kurzfilm „Shift“ (2010) wurde für mehr als 70 Filmfestivals ausgewählt und gewann weltweit 17 Preise. Bei ihrem ersten Spielfilm „Polaarpoiss“ (2016) war sie nicht nur als Regisseurin tätig, sondern verwirklichte damit auch ihr erstes Langfilmdrehbuch. 


THE SHEPHARD / Spanien 

Es ist reiner Zufall – und Wagemut – der den gebürtigen Spanier Jonathan Cenzual Burley (*1980) zum Dasein als Regisseur führte: Er folgte der Einladung eines anderen Regisseurs, ihn an ein Set zu begleiten, trotz des Hinweises, dass es kein Geld gäbe. Dort traf er auf Schauspieler, die später auch in seinem ersten Spielfilm „El Alma de las Moscas“ (2011) mitspielten. 

TO KEEP THE LIGHT / USA 

Erica Fae
 studierte an der NYU Tisch School of the Arts. Nach ihrem Abschluss widmete sie sich sowohl der Schauspielerei in Film und Theater als auch der Regieführung. Ihr Theaterstück „Take What Is Yours“ war Off-Broadway in New York zu sehen. 2012 gründete sie mit Jill A. Samuels ein eigenes Theaterensemble. „To Keep the Light“ (2015) ist ihr erster Spielfilm. 


TRAIN DRIVER’S DIARY / Serbien 

Milos Radovic
 wurde 1955 als Sohn eines Autors in Belgrad, Serbien geboren. Sein Vater, Dusko Radovic, war für seine Kinderbücher bekannt. Auch Milos Radovic fasziniert die Welt der phantastischen Kunst. Er studierte Film und Regie an der Faculty of Dramatic Arts in Belgrad. Seinen ersten Erfolg als Regisseur und Drehbuchautor feierte er 1987 mit dem Kurzfilm „Iznenadna I Prerana Smrt Pukovnika K.K.“. 


WEDDING DANCE / Türkei 

Die aus Istanbul stammende Çigdem Sezgin (*1972) fasste schon früh in der Filmbranche Fuß. Mit 19 Jahren war sie bereits Produktionsassistentin bei Ali Özgentürks Film „Çiplak“ (1991). Während ihrer Studienzeit an der Marmara Üniversitesi in Istanbul sammelte sie weitere Erfahrungen als Koproduzentin bei TV-Serien. Der Kurzfilm „Tokadi Hak Etmedim“ (1997) war ihr Abschlussfilm und gleichzeitig ihr Regiedebüt. 


WEDDING DOLL / Israel 

Der aus Israel stammende Drehbuchautor, Regisseur und Produzent Nitzan Gilady führte bislang bei vier Dokumentarfilmen und einer Dokumentarserie Regie. Er absolvierte sein Studium an der Academy of Arts in New York und unterrichtete selbst acht Jahre Visuelle Kommunikation am Academy Institute of Holon. Mit seinem neuesten Film „Hatuna MeNiyar“ (2015) realisierte er erstmals einen Spielfilm. 



Das Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg entdeckt und fördert junge Filmkünstler aus der ganzen Welt. Es ist eine einzigartige Plattform des kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Dialogs durch Filmkunst — und das seit 65 Jahren.


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