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15.11.2016

Halbzeit auf dem 65. Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg – eine Zwischenbilanz


Mannheim/Heidelberg, 15. November 2016 – Lange Schlangen vor den Kinos in Mannheim und Heidelberg zeigen deutlich das große Interesse des Publikums an den Produktionen des 65. Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg. Das intensive und zum Teil politisch brisante Programm wird zur Freude der Festivalorganisatoren hervorragend angenommen. 

Als Publikumslieblinge haben sich in den ersten Tagen der Eröffnungsfilms „Lost in Armenia“ von Serge Avedikian (Frankreich/Armenien), „The Polar Boy“ von AnuAun (Estland), „Love and Other Catastrophes“ von Sofie Stougaard (Dänemark), “Calico Skies” von Valerio Esposito (USA) und der bislang meist diskutierteste Film des Wettbewerbs “The Dark Wind” von Hussein Hassan (Irak/Deutschland) herauskristallisiert. Ob einer davon am Ende das Rennen um einen der begehrten Jurypreise oder sogar den Publikumspreis machen wird, entscheidet sich am Samstag, den 19. November zur Preisverleihung Bis dahin gibt aus dem 40 Produktionen umfassenden Jubiläumsprogramm aber noch mehr zu entdecken. 

„Ich bin jedes Jahr skeptisch, ob die von uns mit großer Sorgfalt kuratierten Filme vom Publikum in Mannheim und Heidelberg angenommen werden“, so Festivaldirektor Dr. Michael Kötz. „Schließlich haben sie meist außer der Beschreibung im Programmheft und dem Trailer kaum Orientierungsmöglichkeiten. Umso mehr freut es mich, gerade in diesem Jubiläumsjahr den Nerv getroffen zu haben. Das sind spannende Diskussionen mit einem filminteressierten Publikum, das die internationale Sprache des Kinos versteht. Wir sollten das Kinopublikum nicht unterschätzen und erwarten, dass neben den Festivals als Leuchttürmen das Arthouse-Kino das ganze Jahr über ein ähnlich hohes Niveau hat.“ 

Die Kartenverkäufe sind auf einem ähnlich hohen Niveau wie in den Vorjahren. Die Festivalleitung rechnet daher erneut mit einer Besucherzahl zwischen 50.000 und 60.000. Das Publikum insgesamt aber ist jünger geworden. Nicht nur in Heidelberg, wo traditionell in den Campbell Barracks häufiger ein studentisches Publikum zu finden ist, sondern auch im Mannheim Antlantis Kino und in den Stadthaus-Kinos sind verstärkt Kinogänger zwischen 16 und 25 anzutreffen. Eine insgesamt erfreuliche Entwicklung. 



Das Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg entdeckt und fördert junge Filmkünstler aus der ganzen Welt. Es ist eine einzigartige Plattform des kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Dialogs durch Filmkunst — und das seit 65 Jahren.


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