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19.11.2016

Die Preisträger des 65. Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg


Mannheim/Heidelberg, 19. November 2016 – Die Jurys haben getagt, die Stimmen für den Publikumspreis sind ausgezählt. Die Preisträger des 65. Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg stehen fest. 

Die Internationale Jury des 65. Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg - der Filmemacher Peter Lilienthal, die Schauspielerinnen Luise Heyer und Labina Mitevska, der Film Attaché Eric Franssen und der Filmeinkäufer Alfredo Calvino – vergibt den 

Grand Newcomer Award Mannheim-Heidelberg - Hauptpreis von Mannheim-Heidelberg
 für den besten Spielfilm geht an The Dark Wind – Reseba, von Hussein Hassan 

Durch beeindruckende Regie, ein starkes Drehbuch und großartige Schaupielleistung gelingt es „The Dark Wind“ aus seinem dramatischen und drängenden Thema ein vollendetes cinematographisches Werk zu machen. 

Special Newcomer Award Mannheim-Heidelberg für den besten unkonventionell erzählten Spielfilm geht an Wedding Dance - Kasap Havasi von Çigdem Sezgin 

Der Film bildet auf sehr gewagte, sensible und kluge Weise eine komplexe Realität ab, in der Tradition und Moderne miteinander ringen. Getragen von fesselnden Charakteren und auf gesunden Humor zurückgreifend, wird hier ein subtiles Bewusstsein von menschlichen Zuständen gezeigt.... 

Special Achievement Award für eine außergewöhnliche Leistung 

geht an die Schauspielerin Rimma Zyubina für die Hauprolle in The Nest of the Turtledove – Gnizdo Gorlytsi von Taras Tkachenko
 

Das ist das, was die Jury gerne zu Daryna, gespielt von der unvergesslichen Schauspielerin Rimma Zyubina, sagen möchte und zu allen hier. Es gibt einen anderen Weg: Gewalt und Zwang sind nicht die wahre Natur der Realität, in der Vertrauen, Hoffnung und Liebe regieren. Glauben wir das wirklich? 

geht an den Schauspieler Majid Potki für seine Rolle des Vaters in Another Time – Zamani Digar von Nahid Hassanzadeh 

Für seine tiefgehende, intensive, komplexe und präzise Gestaltung einer Figur, die unmittelbar und für eine lange Zeit im Gedächtnis bleibt, vergibt die Jury den zweiten Special Achievement Award Mannheim-Heidelberg an den Film „Another Time“. 

Lobende Erwähnung für bedeutende Leistungen in der Darstellung, Bildführung, Musik, Montage etc. 

Für den Regisseur Milos Radovic von Train Driver’s Diary 

Die Jury vergibt eine Lobende Erwähnung an den Regisseur Milos Radovic für „Train Driver’s Diary“, der eine Komödie gemacht hat, die die Menschen überfährt, ohne dabei aus der Spur zu kommen. 

Der Internationale Filmkritiker Preis Vergeben durch die FIPRESCI-Jury - Eithne Mary O’Neill, “Positif”, Paris (Frankreich) Alexandra Pütter, “Filmecho”, Köln (Deutschland) und Ofer Liebergall, “Srita.net”, Tel Aviv (Israel) - an einen Film aus dem Wettbewerb. 

To Keep the Light von Erica Fae 

Der Fipresci-Preis 2016 geht an ein beeindruckendes Spielfilmdebüt für seine ausgezeichnete Mise en Scène einer starken Thematik, den sowohl historischen wie zeitlosen „To Keep the Light“. 

Der Preis der Ökumenischen Jury 

Vergeben durch die Ökumenischen Jury - Ingrid Glatz-Anderegg (Vorsitz), Co-Präsident von INTERFILM (Schweiz), Nicola Cara, Journalistin / Filmemacherin (Rumänien), Franz Indra, Regisseur / Editor (Deutschland), Magali van Reeth, Journalist (Frankreich) und Dominik Gehringer, Dozent (Deutschland) - an einen Film aus dem Wettbewerb. 

The Nest of the Turtledove - Gnizdo Gorlytsi von Taras Tkachenko 

Die Ukrainerin Daryna, die als Hausmädchen in einem gut situierten Haushalt in Italien arbeitet, kehrt zu ihrer Familie zurück und ist zwischen ihren beiden Leben hin- und hergerissen. Der Regisseur betont in subtiler Weise, wie die Beziehungen und Bedürfnisse aller Charaktere von Geld getrieben sind. Darynas Ringen um Würde als Frau und Mutter führt dazu, dass die Menschen um sie herum beginnen, sich zu verändern. Während der Osterfeierlichkeiten in ihrem Heimatdorf schließt sie Frieden mit sich und ihrem Leben. 

Lobende Erwähnung Train Driver’s Diary - Dnevnik Masinovode von Milos Radovic 

Der Film erzählt mit makabrem Humor, aber voller Empathie für seine Figuren, von einer kleinen Gemeinschaft von Zugführern und ihrer ständigen Angst davor, Menschen bei Unfällen zu töten. Der Regisseur setzt die Magie des Kinos in besonderer Weise in Szene. Eine ungewöhnliche Vater-und-Sohn-Beziehung gipfelt in Opfer und Erlösung. 

Empfehlung der Kinobetreiber 

für einen Film aus dem Wettbewerb, welcher in den deutschen Kinos veröffentlicht werden sollte. In der Jury sind 2016 Elke Hoffmann, Zoom Kino Brühl, Werner Hoffmann, Zoom Kino Brühl, Lina Winkler, Kino Breitwand / Fünf-Seen-Festival, Millie Jo Waters, Medienforum e.V. / Karlstorkino Heidelberg und Melanie Hoffmann, Kinokult e.V. Ludwigsburg 

Calico Skies von Valerio Esposito 

In einer Geisterstadt vergräbt er Geld und findet dabei die Liebe. Mit einer hervorragenden Kinematografie wird in „Calico Skies“ eine explosive Mischung aus Krimi, Spannung, Romantik, Witz und einem kaputten, aber dennoch liebenswerten Antihelden auf die Leinwand gebracht. 

Moon Dogs von Philip John 

Ein Roadmovie, eine Coming-of-Age-Story und eine Menge guter Musik - das ist „Moon Dogs“. Glaubwürdig, intensiv und witzig wird die Geschichte von zwei Brüdern erzählt, die gemeinsam einen Weg finden, mit den Schwierigkeiten des Lebens klarzukommen. 

Train Driver’s Diary von Milos Radovic 

„Train Driver’s Diary“ ist eine unterhaltsame, aber sehr schwarze Komödie, die einen humorvollen Einblick in einen Beruf gibt, den der Rest von uns einfach als gegeben hinnimmt. Wir fanden in ihm aufbauende Ansichten über Familie, Freundschaft, Liebe und besonders den Tod. 

Publikumspreis Mannheim-Heidelberg ex aequo 

Für den Film jedes Genres und jeder Länge, der beliebteste Film beim Publikum des Festivals. 

Moon Dogs von Philip John und Train Driver’s Diary von Milos Radovic
 


Das Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg entdeckt und fördert junge Filmkünstler aus der ganzen Welt. Es ist eine einzigartige Plattform des kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Dialogs durch Filmkunst - und das seit 65 Jahren.


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